Rauhnächte

Die zwollf Naecht, zwischen Weihenacht und heyligen drey Künig tag ist kein hauß das nit all tag weiroch rauch in yr herberg machte fr all teüfel gespenst und zauberey aus dem 15. Jahrhundert

Die Rauhnächte sind geschenkte Zeit, zwischen den Jahren.  Die 12 heiligen Tage zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag. Sie beinhalten das kommende Jahr – wer achtsam ist und  sie bewusst wahrnimmt, dem kann  in diesen Tagen die Zukunft gezeigt werden. Jeder Tag steht für das Monat des kommenden Jahres. Vielleicht kommt auch der ein oder andere Besucher der Anderswelt vorbei.

So können Sie sich auf die Rauhnächte vorbereiten:

  • Bringen Sie geliehene Dinge zurück.
  • Begleichen Sie Schulden und bezahlen Sie offene Rechnungen.
  • Bereinigen Sie ungeklärte Angelegenheiten.
  • Nutzen Sie die Zeit für einen gründlichen Haus- oder Wohnungsputz bzw. zum Aufräumen.
  • Halten Sie Rückschau.
  • Bedanken Sie sich bei lieben Menschen, die Sie durchs Jahr begleitet haben.
  • Schließen Sie das alte Jahr ab.

Stellen Sie sich ganz bewusst Fragen zum alten Jahr:

  • Was war schön in diesem Jahr?
  • Was ist in diesem Jahr geschehen, für das ich danken kann?
  • Welche Erlebnisse waren besonders einschneidend?
  • Was habe ich erfahren und gelernt?
  • Was waren die Geschenke in diesem Jahr?
  • Wer war an meiner Seite und hat mich durch das Jahr begleitet?
  • Was hat sich verändert?
  • Was war das Motto dieses Jahres?
  • Was habe ich zu Ende gebracht?
  • Was habe ich besonders gut gemacht?
  • Was steht noch offen?
  • Was lasse ich zurück, was nehme ich mit?

Was noch zu tun ist …

Überlegen Sie sich, wann Sie die Ruhe finden werden, um die Rituale rund um die Rauhnächte zu begehen. Nehmen Sie sich Zeit dafür und schenken Sie sich die Möglichkeit, die Energie dieser Rituale mit in den Tag zu nehmen, anstatt sie dann durchzuführen, wenn gerade noch etwas Zeit übrig ist.

Das benötigen Sie zum Räuchern: Räucherschale, Räuchersand und Kohle und Räucherwerk ( Rauhnachtset)

Rituale rund um die Rauhnächte:

  • Nehmen Sie sich Zettel und Stift zur Hand und schreiben Sie der Themen entsprechend ihre Wünsche oder ihre Sorgen und was sie loslassen möchten darauf.
    Bitte nicht Wunsch und loslassen auf einen Zettel.Geben Sie die Zettel in die Glut des Räucherwerks, auf die Sie alles aufgeschrieben haben, was Sie belastet und von dem Sie sich befreien wollen: schlechte Eigenschaften, traurige Ereignisse oder unerfreuliche Begegnungen. Während die Zettelchen verbrennen, lösen Sie sich vom Negativen und geben schönen Gedanken, dem Verzeihen und dem Neubeginn Raum.
  • Entzünden Sie jeden Tag eine Kerze mit der Absicht, „ein Lichtlein“ ins Haus zu bringen.